Historisches Fechten

Fechten in unserem Sinne ist nicht auf den Umgang mit Klingenwaffen begrenzt, sondern schließt jede Form von kriegerischer Auseinandersetzung ein, auch den waffenlosen Kampf. Unser Verband beschäftigt sich mit dem historischen Fechten, demnach mit Kampfkunst und Kampfsport von der Antike bis zum Ende des Ersten Weltkriegs und deren Rekonstruktion. Dabei stützen wir uns auf Quellen in Form von Texten und Bildern aus der jeweiligen Zeit.

Die Stilarten unterscheiden sich nach Quelle und Art der Waffe. Beispiele, um ein paar wenige zu nennen, sind das lange Schwert nach einer Nürnberger Handschrift (Hs. 3227a, ca. 1389) oder nach Joachim Meyer (1571); Schwert und Buckler nach der Handschrift I.33 (frühes 14. Jh.), das Ringen nach Fabian von Auerswald (1539), Säbel nach F. C. Christmann (1838), oder diverse Stangenwaffen nach Paulus Hector Mair (ca. 1544).

Zahlen und Fakten

Der DDHF wurde am in Melsungen gegründet und hat seinen Sitz in Kassel. Ende 2018 umfasste der gemeinnützige Verband 53 Mitgliedsgruppen mit zusammen 1982 Fechterinnen und Fechtern in dreizehn Bundesländern. Die Größe der Mitgliedsgruppen – überwiegend eingetragene Vereine, aber auch kommerzielle Schulen und Interessengruppen – reicht dabei von unter zehn bis hin zu über zweihundert Fechterinnen und Fechter.

Zwecke des Verbands sind die Pflege und Förderung des historischen Fechtens und die Forschung zu Themen des historischen Fechtens, die Betreuung und Förderung der Vereine und Verbände des historischen Fechtens sowie die Vertretung der gemeinsamen Interessen.

Übersichtsgrafik von 2017