Forschung und Wissen

Höfliches Spiel und tödlicher Ernst eine Rezension von Sebastian Linstädt „Höfisches Spiel und tödlicher Ernst‟ von Patrick Leiske ist Anfang 2018 erschienen. Der HEMA-Fechter aus der Schule Krîfon von Christian Bott in Edingen nähert sich darin der Thematik des Bloßfechtens im Widerhall der Fechtbücher aus dem deutschen Raum auf eine wissenschaftliche und vergleichende Herangehensweise an. Das Fachbuch ist dennoch flüssig geschrieben und liest sich angenehm. Leiske stellt zu Anfang an bereits klar, dass es ihm nicht um den Diskurs der Anwendbarkeit einzelner Techniken oder deren Übertragung in die moderne HEMA-Welt geht. Er sieht sich zunächst in der Rolle der „ordnenden Hand‟, der die vor allemmehr erfahren

Drills im Fechttraining Für die DDHF Trainerausbildung läuft die Erstellung der Lehrinhalte auf Hochtouren. Der Verein Schwertfechten Nordhessen hat der AG Bildung dafür ein paar der internen Lehrmaterialien zur Verfügung gestellt, die mit dem Fachwissen unserer Verbandsengagierten ergänzt werden. Als kleiner Vorgeschmack auf die Ausbildung teilen wir hier einen Auszug aus dem Script zum Thema Drilltraining. Zum Begriff “Drill” Der Drill: harte Ausbildung, scharfes Exerzieren (aus: Deutsche Rechtschreibung 1999); von mittelhochdeutsch “drillen”: drehen, abrunden Der Begriff “Drill” kommt ursprünglich aus dem Militär und steht für eine festgelegte Bewegungsabfolge, meist im Zusammenhang mit dem Gebrauch einer Waffe, die durch Wiederholung eingeübt wird. Nach erfolgreichem Training könnenmehr erfahren

Anfangs Gründe der Edeln Fechtkunst Samara Ajjour über ihre Transkription der Handschrift von Salomon Christoph Müller „Wie soll ich diese Handschrift jemals lesen können? Das schaff ich ja nie!“, war mein erster Gedanke, als ich mir die Scans zu den „Anfangs Gründe der Edeln Fechtkunst“ auf meinem Rechner ansah. Ein guter Freund aus meinem Verein Schwertspiel e. V. und ich hatten im Sommer 2015 die Digitalisierung der „Anfangs Gründe der Edeln Fechtkunst“ (H62/MS.B 215-1 (Band 1) und H62/MS.B 215-2 (Band 2)) bei der Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg in Auftrag gegeben, weil sie eine der wenigen Handschriften ist, die noch nicht digital verfügbar ist. Da ich in unseremmehr erfahren

Onlinewörterbücher und -glossare zum Historischen Fechten Da in den Quellen viele Techniken oder Technikelemente Eigennamen haben, taucht des Öfteren die Frage nach einem Nachschlagewerk für Fechtbegriffe auf. Besonders Anfänger/-innen suchen nach einer Möglichkeit, sich einen ersten Überblick über die Systeme zu verschaffen oder auch nach einem schnellen Weg, sich über neu gelernte Inhalte weiter zu informieren. Wer sich länger mit der Materie beschäftigt, sieht solcherlei Nachschlagewerke häufig kritisch, da Techniken oft losgelöst vom Kontext beschrieben werden und jede Definition bereits eine eigene Interpretation darstellt, über deren Allgemeingültigkeit sich streiten lässt. In manchen Fällen können die Interpretationen sehr weit auseinandergehen. Womöglich lassen sich auch die Erklärungenmehr erfahren

Bessere Federn durch Federstahl? In unseren Reihen hört man gelegentlich die Meinung: Hätten die Schmiede im Mittelalter schon Federstahl gekannt, so hätten sie bessere Waffen herstellen können. Gemeint damit ist wohl, speziell im Hinblick auf Schwerter, dass Federstahl vermeintlich ermöglicht, haltbarere und elastischere Klingen zu produzieren. Aber stimmt das tatsächlich? Sind Federstahlklingen wirklich elastischer als solche aus einfachem Stahl? Wenn dies zuträfe, wäre dann nicht die Folge, dass wir mit unseren heutigen Klingen nicht historisch korrekt fechten könnten, weil sie sich „modern“ verhalten? Der vorliegende Aufsatz möchte diese Vermutungen zurechtrücken und das Grundverständnis erweiternde Aussagen treffen hinsichtlich der Eigenschaften von Eisen, Stahl und Federstahl. Fangenmehr erfahren

Zum Konzept einer Kampfkunst In der ersten Zeit meiner elfjährigen Laufbahn als Historischer Fechter ging es vor allem um folgende Fragen: Was steht da eigentlich auf dem Blatt? Wie genau sieht diese Bewegung aus? Wie könnte die Technik funktionieren? Meine Gruppe und ich haben erleuchtende Antworten auf diese Fragen gefunden und zwar immer wieder aufs Neue. Zuerst war das kein Problem für mich, doch mit der Zeit bin ich stutzig geworden. Denn etwas Wichtiges fehlte, um zu überprüfen, ob der Fortschritt überhaupt noch in die richtige Richtung ging: Das große Bild der Kampfkunst, die Leitidee des Bewegungssystems oder kurz gesagt: das umfassende Konzept.Wer über vielemehr erfahren